| Forderung der ISO/TS 16949:2002 nach 9001:2000 zertifizierten Lieferanten Eine wesentliche neue Anforderung der ISO/TS 16949:2002 ist die Anforderung, dass Lieferanten nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert sind. Einzige Ausnahme ist, wenn es vom Kunden andere Festlegungen gibt. Praktisch wird dies in der Regel so gehandhabt, dass für Lieferanten, die nicht zertifiziert sind, Freigaben für diese Lieferanten vom Kunden eingeholt werden. Die Forderung nach zertifizierten Lieferanten bezieht sich dabei nur auf diejenigen Lieferanten, die dem Anwendungsbereich der ISO/TS 16949:2002 entsprechen. Das sind Lieferanten, die Serien- und Ersatzteile produzieren, also alle Lieferanten, die Produkte liefern und / oder Dienstleistungen erbringen, die direkt in das Endprodukt "Fahrzeug" eingehen, bzw. die direkt die Produktqualität beeinflussen. Spezifische Beispiele für Tätigkeiten von Lieferanten, die direkt die Produktqualität beeinflussen, werden explizit in der ISO/TS 16949:2002 genannt (Abschnitt 7.4.1, Anmerkung 1): Vormontieren, Sequenzieren, Sortieren, Nacharbeiten, Kalibrieren. Für das Kalibrieren durch externe Dienstleister gelten dabei die speziellen Anforderungen aus Abschnitt 7.6.3.2 (das Kalibrierlabor muß nach ISO/IEC 17025 akkreditiert sein oder den Anforderungen des Kunden genügen). Typische von der Forderung betroffene Lieferanten sind die Lieferanten von Materialien, Vorprodukten, Produkten, die (weiterverarbeitet oder nicht weiterverarbeitet) nach Lieferung an den OEM Bestandteile des Fahrzeugs werden. Dazu zählen auch Motoren- und Hydrauliköle, Software zur Steuerung von Fahrzeugkomponenten, alle Arten der Oberflächenveredelung etc. Nicht betroffen sind Logistik, Lieferanten von Werkzeugen und Maschinen, Lieferanten von Prototypen, weil deren Leistungen weder vom OEM spezifiziert sind, noch wertschöpfende Tätigkeiten am Produkt sind. Michael Cassel Qualitätsbrief, September 2004 |
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